Case Study: „Edgelight“-Lichtdesign von Hella für den Porsche Macan

Auf einen Blick:
Die Entwicklung eines Werkzeugs zur Herstellung eines völlig neuen Heckleuchtensystems für die Firma Hella zum Einsatz im Porsche Macan.

Der Kunde:

Die Hella KGaA Hueck & Co. ist ein global aufgestelltes, börsennotiertes Familienunternehmen, das Lichttechnik und Elektronikprodukte für die Automobilindustrie entwickelt sowie fertigt und dabei über eine der größten Handelsorganisationen für Kfz-Teile und Zubehör in Europa verfügt.
Der Macan ist ein kompaktes SUV mit 5 Türen, 5 Sitzplätzen und sportlichen Ambitionen aus dem Hause Porsche und dabei gleichermaßen für den Einsatz in der Stadt, wie auch für die Langstrecke geeignet.

Aufgabe:

Für den Porsche Macan entwickelte Hella ein neues Heckleuchtensystem, in dem LED-Licht in Lichtleisten ausgerichtet wird. Diese patentierten „Edgelights“ bieten eine neue Qualität für die sicherheitsrelevanten Bremslichter. Die „Edgelights“ sind bandförmig angeordnet und können platzsparend in die Außenhaut des Fahrzeugs integriert werden.
Die Aufgabe für Hofmann – Ihr Impulsgeber bestand darin, ein Werkzeug zu entwickeln, das die komplexen Geometrien des Bauteils verzugs- und einfallfrei herstellt. Die Anforderungen an das dickwandige Teil aus PMMA, den sogenannten Lichtbaustein oder Lichtleiter, das Herzstück der Bremsleuchte, waren hoch. Neben der Verzugsfreiheit im 2K-Spritzguss-Verfahren bestand die Herausforderung vor allem in der Schaffung einer hochkomplexen Prismengeometrie. Denn nur, wenn die Prismen vollständig und ohne Einfall sind, kann das LED-Licht korrekt und mit voller Lichtausbeute ein- und austreten.

Lösung:

Um die hohen Qualitätsansprüche der „Edgelights“ zu erreichen, entschieden sich die Spezialisten von Hofmann – Ihr Impulsgeber für eine Fertigung des Bauteils aus transparentem PMMA im Zwei-Takt-Verfahren als Mehrkomponententeile auf Drehwerkzeugen. Dabei produziert jedes Werkzeug pro Zyklus ein linkes und ein rechtes Bauteil, welches in 2K-Technik vor- und fertiggespritzt wird. Die 2K-Technik wurde eingesetzt, um die sehr großen Wandstärken der Bauteile ohne Einfall zu realisieren. In konventioneller 1K-Technik wären sehr lange Zykluszeiten und ein starker Einfall am Bauteil unvermeidlich gewesen. Die 2K-Technik macht es möglich, den dicken Lichtleiter in zwei dünnere Teile aufzutrennen. So konnten Zykluszeit und Einfall reduziert werden.

Erfolg:

Hofmann – Ihr Impulsgeber baute ein innovatives Serienwerkzeug, das der Firma Hella ermöglichte, ihr neuentwickeltes Heckleuchtensystem für den Porsche Macan herzustellen. Mit dem Werkzeug wurde zum einen ein neues, markantes Design für die Bremsleuchten möglich. Zum anderen entstand ein Werkzeug, das komplexe Prismengeometrien herstellen kann, die für eine maximale Lichtausbeute der LED-Lichter der „Edgelights“ notwendig sind. Ein echter Impuls für die im Straßenverkehr so sicherheitsrelevanten Bremslichter.